Kinderbücher



Ich habe alle meine Lieblings-Kinderbücher aufgehoben. Ab und an lese ich sie noch mal.

Das Märchen vom Mädchen mit der schwarzen Hose hat mich als Kind besonders begeistert.
Immer wenn das Mädchen die schwarze Hose anzieht wird aus dem Mädchen ein Junge. Das führt dann im Laufe des Märchens dazu, daß sich die Prinzessin in sie verliebt. Zuerst weiß das Mädchen gar nicht, wie es damit umgehen soll, aber dann .. . Nach viel Chaos retten sie zusammen den Drachen und verwandeln den fiesen Drachentöter in eine schleimige Kröte.
So leben sie dann glücklich und .. .
Die schwarze Hose behält das Mädchen und zieht sie ab und auch noch mal an.
Ich weiß nicht, wie Euch dieses Märchen, früher gefallen hat, mir mußte es die Freundin meiner Mutter immer wieder vorlesen.

Auch die Gruselgeschichten über VPM, Vegetarian-Vampire-Power, habe ich als Kind natürlich verschlungen. Toll fand ich vor allem immer die Szenen in denen Isa mit ihren Sellerievampiren irgendwelche Vampirobermotze in die Flucht schlägt.
Aber auch die Liebesgeschichte zwischen Anna, die immer Streß mit ihren Eltern hat, und Kira, also der Vampirkusine von Isa hatte es mit völlig angetan. Vor allem die Szene in der Anna sich von Kira beißen lässt um selbst Vampirin zu werden, und wie die beiden zusammen aufwachen.
Natürlich haben auch die Szenen etwas, wo Kira sich Nachts von irgendwelchen Jungmännern mitnehmen lässt, die diese Nächte bestimmt nie vergessen.

Toll waren auch Die Bücher der Traumgeherin. Am besten fand ich die Szenen, in denen die Traumgeherin in den Träumen der Autorin und der LeserInnen der Bücher auftauchte und auf diese Weise die Geschichte durcheinander brachte.
Die Frage Traum und Realität, das Durcheinander und die absurden Texte und Reime habe ich geliebt.

Der Traum hat ein Loch,
sagte der Koch,
drum läuft er aus,
Du musst nach Haus.

Die Kurzgeschichten über Die Ratten, 2 Mädchen, ein Junge und die mit ihnen befreundeten BewohnerInnen der Kanalisation, die immer wieder Menschen vor dem Zugriff der Polizei schützen und dabei davon profitieren, daß sie als Kinder nicht ernst genommen werden, waren spannend aber auch bedrückend.
Dieser widerliche Kommissar mit seinen Bütteln.
Als Kind haben die mich beängstigt.

Als Kind habe ich stundenlang die Bücher verschlungen, Kakau getrunken und geträumt.
Als Kind war ich halt ganz normal.

Manchmal tue ich das heute auch noch.

Ich habe halt das gelesen, was Alle gelesen haben.
Oder, was habt Ihr damals gelesen?


Ada


Fin











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Und noch ein kurzer Text; Kinderbücher

























Zuletzt aktualisiert 30.05.10





Kinderbücher. Text zur Kritik der Konservativität von Kinderbüchern; Harry Potter, Kinder, Lesen, Kinderliteratur, Literatur, Bücher




















Kinderbücher

Die meisten AutorInnen halten Kinder offensichtlich für leicht dement, bei den Kinderbüchern, die alltäglich Kindern zugemutet werden.
Kinderbücher duplizieren in der Regel inhaltlich die dümmsten Klischees. Kinderbücher sind insbesondere oft heterosexistisch. Kinderbücher sind aber auch meist in einem simplen Stil geschrieben.
Wieso sollten Kinder keine verrückt formulierten Kinderbücher mögen?
Die ästhetische Phantasielosigkeit von Kinderbüchern ist sicher ein ebensolches Manko wie Computer-Baller-Spiele.
Und Kinderbücher, die alle Klischees reproduzieren tragen eben zur Reproduktion dieser Klischees bei.

Leider sind Kinderbücher häufig entweder inhaltlich reaktionär aber interessant geschrieben (Harry Potter) oder Kinderbücher sind inhaltlich gut aber langweilig oder gar mit aufklärerisch moralischem Zeigefinger geschrieben.
Bei Kinderbüchern gibt es also häufig nur die Wahl zwischen vergiftetem Kuchen oder Trockenbrot mit Wasser.

Laßt uns einfach andere Kinderbücher schreiben.









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